Zentralschmierung
Die Fasspumpe
Die innovative Fasspumpe
wird auch als Barrel Pump bezeichnet und wegen ihrer
abweichenden Ausstattung in unterschiedliche Leistungsklassen und Erzeugnisarten
unterteilt. So werden neben der elektrisch betriebenen Fasspumpe
die sogenannte manuellen Fasspumpe, das mehrstufige Modell
und die praktische Hebelpumpe gefertigt.
Eine Fasspumpe gehört zu den technischen Vorrichtungen, welche Flüssigkeiten
aus schlecht zugänglichen Aufbewahrungsbehältern entfernen kann, beispielsweise
aus großen Containern oder Fässern. Außerdem wird sie vielfach benötigt,
um gesundheitsschädigende Substanzen zu fördern und diese umzufüllen.
Durch deren bautechnische Voraussetzung kann die Fasspumpe
für alle Flüssigkeiten eingesetzt werden, beispielsweise für giftige,
brennbare, ätzende und sogenannte niederviskose flüssige Medien.



Die Pumpe für Fässer wird bereits seit 1950 im praktischen
Einsatz genutzt.
Zum vorrangig eingesetzten Fasspumpenmodell gehört die
sogenannte mehrstufige Fasspumpe. Sie zeichnet sich im
Gegensatz zu den anderen Produkten durch zahlreiche Vorteile aus. Durch
die Verwendung mehrstufig aufgebauter Geräte ist es möglich, dass die
erzeugten Förderdrücke vervielfacht werden. Dies ist die Voraussetzung
dafür, dass die überwindbaren Distanzen für das zu transportierende Fördergut
wesentlich steigerungsfähiger sind. Eine konventionelle Fasspumpe
oder ein Fasspumpensystem stößt dabei oft an seine Fördergrenzen.
Mehrstufig konstruierte Pumpen können variabel gestaltet
werden. Die Grundlage für die Stufenanzahl stellen die zu realisierenden
die Förderhöhen dar. Wenn die Förderhöhen verringert werden sollen, dann
kann dies durch eine gezielte Drosselung der Drehzahl des Fasspumpenmotors
gewährleistet werden.



Besondere Anforderungen an eine Fasspumpe werden während
ihrer Funktionsbereitschaft gestellt. So sollte eine effizient
arbeitende Pumpvorrichtung ein Behältnis so weit leersaugen können,
dass nicht mehr als 0,05 l Restmenge im Fass oder im Container zurück
bleiben. Dies ist wichtig, weil einige Flüssigkeiten teuer sind und deshalb
möglichst keine Verluste entstehen dürfen. Außerdem erleichtert ein vollkommenes
Entleeren des Behältnisses dessen Reinigung, da keine zusätzlichen Entleerungsvorgänge
mehr nötig sind. Damit eine Fasspumpe durch die teilweise
aggressiven Flüssigkeiten und auch Rost nicht angegriffen und zerstört
werden kann, wird für deren Herstellung vorwiegend hochwertiger Edelstahl
verwendet. Auch robustes und widerstandsfähiges Polypropylen, ein synthetisch
hergestellter Kunststoff, eignet sich für die Montage dieses technischen
Hilfsmittels. Verschiedene Eintauchtiefen machen einen flexiblen Einsatz
möglich. Eine gut entwickelte und innovativ konzipierte Pumpe
wird teilweise mit einem sogenannten Kollektormotor ausgerüstet, dieser
ist besonders leistungsstark und fördereffizient.
Alle Fasspumpeinheiten arbeiten nach einem einheitlichen
Funktionsprinzip, welches nur bei einigen Sortimenten leicht abgewandelt
wurde. Wenn ein Stellhebel an der Pumpe betätigt wird, dann schließt sich
eine sogenannte Rücklaufsperre am Fuß der Fasspumpe.
Dieses automatische Schließen erfolgt vor der Beendigung des Motorlaufs.
Dadurch kann keine Flüssigkeit in das Behältnis zurück gelangen.



Häufig wird eine Fasspumpe, auch als Ölpumpe
bezeichnet und bei der Entleerung von Fässern oder Containern eingesetzt,
welche mit Diesel-, Motoren-, Getriebe- oder Hydrauliköl gefüllt sind.
Daneben findet sie Verwendung bei der Förderung von Heizöl aus riesigen
Vorratsbehältern. Die Pumpe besitzt eigene Parameter wie Förderhöhe, Tauchtiefe
im mm und der Förderkapazität je Hub voneinander ab. Durch spezielle Materialverwendung
bei der Herstellung, vorwiegend Druckguss wie Zinkdruckguss, ist es möglich,
diese außerdem für Mineralöle zu nutzen, welche eine eher dünnflüssige
Konsistenz besitzen. Zinkdruckguss hat den großen Vorteil, dass dieses
Material nicht rostet und sich eine lange Lebensdauer ergibt. Um die erwarteten
Anforderungen erfüllen zu können, wird eine Fasspumpe
zudem elektrisch betrieben. Dazu besitzt sie einen leistungsstarken Elektromotor
unterschiedlicher Wattzahl und für einen flexiblen Einsatz einen Akku,
wenn kein Stromanschluss in der Nähe ist.
Eine ganz andere Variante ist die manuell bedienbare Pumpenversion.
Sie ist mit einem sogenannten Kugelhahn ausgestattet und ermöglicht eine
durchschnittliche Förderleistung von 0,2 bis 0,5 Liter je Hub. Sie eignet
sich hervorragend für die Förderung verschiedener Chemikalien wie Äthanol,
Chlorbenzol Nitroverdünnung und Terpentin.
Eine sogenannte Hebelpumpen basiert auf einer selbstansaugenden
Arbeitsweise. Sie bestehen vorwiegend aus Polyethylen und werden durch
ein sogenanntes Teleskopsaugrohr erweitert. Dieses Gerät wird einfach
auf das Fass aufgesetzt, indem es dicht verschraubt wird. Die Hebelpumpe
kann oft zur Entleerung von Vorratsbehältern mit Rapsölen oder Biodiesel
verwendet werden, da sie eine Nitril-Dichtung besitzen.
Weitere Informationen über Fasspumpen:
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